Hat
sich der Bogenmachermeister nun Stück für Stück an
die Idealmaße herangearbeitet und ist die Stange, je
nach Vorgabe, exakt rund oder oktogonal
ausgearbeitet, wird die Kopfform endgültig
ausgearbeitet. Dabei nutzt man wieder selbst
gefertigte Schablonen, Schnitzmesser
und kleine halbrunde Feilen. Klare Linienführung,
optimal aufeinander abgestimmte Proportionen,
ebenmäßige Rundungen, Maßgenauigkeit sind nur einige
der Wesensmerkmale eines gut gestalteten
Bogenkopfes. Der Bogenmachermeister hat hier die
Möglichkeit am deutlichsten seine Handschrift zu
hinterlassen.
I st
der Kopf fertig gestellt, wird er mit Schleifmitteln
steigender Körnung nachbearbeitet. Hierbei darf
natürlich die vorgegebene Form nicht zerstört,
sondern nur von den Spuren der Werkzeuge und
vorheriger Schleifmittel befreit werden. Zuletzt
kommen Schleifmittel zu Einsatz, deren Körnung in
das Trägermaterial eingeprägt ist, wodurch eine
unglaublich hohe Körnungsdichte von bis zu 6000
Schleifkörpern pro cm² erreicht wird. Das Ergebnis
ist eine absolut kratzerfreie und polierte
Holzoberfläche, deren Struktur deutlich zum
Vorschein tritt. |